Donnerstag, 14. November 2013

Red doch kein Blech - Trapezblech Wissen von Nordbleche. Heute: Vorsicht bei alten Lichtplatten auf Wellfaserzementplatten

Aus unserer beliebten Serie "Red doch kein Blech" hat unser fleißiger Nordbleche Schreiber und Leser vieler Medien +René Elsässer in einer Bauernzeitung einen sehr interessanten Impuls bekommen, der unseren Bloglesern nicht vorenthalten werden soll.

Faserzement ein Traditionsbaustoff

Faserzementplatten (C) Foto B.Rodens
In vielen Bereichen des Dachbau finden sich immer wieder sogenannte Faserzementplatten / Asbestzement / Eternit(R), nicht selten in Sinusform wie Wellblech, nur eben aus Zement mit Fasern. Ende des 19. Jahrhunderts galt dieser Baustoff als einer der modernsten und wurde in vielen Bereichen verwendet und verbaut. Heute weiß man es besser, das damals verwendete Asbest kann die Gesundheit gefährden. Die heutigen Baustoffe enthalten natürlich kein Asbest mehr und finden immer wieder Anwendung in verschiedenen Bereichen.

Vor- und Nachteile: Faserzement vs. Trapezblech

Faserzementplatten gibt es, wie auch Trapezblech, in verschiedenen Materialstärken und auch Mischungen, für diverse Zwecke aber auch zu variierenden Preisen. Der Nachteil zum leichteren Baustoff -den Profilblechen aus Stahl- ist die Zerbrechlichkeit und die grundsätzlich erstmal graue Farbe. Trapezblech hingegen ist in zahlreichen Farben, Stärken (besonders für freitragende Eigenschaften wichtig) erhältlich und nicht so leicht zu beschädigen für Funktionsuntüchtgkeit.

Der große Vorteilder Zementplatten liegt darin, daß es geringere Geräusche z.B. bei Regen macht im Vergleich zu Profilblech und das sich hier auch nicht bis kaum Schwitzwasser bildet. Bei Trapezblech muß zur Minderung für beides Antikondensvlies (Antikondensat) als Vliesstoff oder Flüssigvlies verwendet werden, was sich im Preis und der Verarbeitung niederschlägt. Hier ist der Handwerker und der Taschenrechner gefragt.

Vorsicht bei Renovierungsarbeiten - Unfallgefahren vermeiden!

Aber Anlass für diesen Artikel war weniger die Gegenüberstellung von Profilblech und Faserzement, sondern eine Gefahr an die bei Nordbleche zum Beispiel noch nie jemand gedacht hat. Erkennen Sie auf dem obigen Bild (schauen Sie nochmal genau hin auf das erste Bild!) eine Gefährdungsstelle? Eine mögliche Schwachstelle in diesem etwas älteren Dach? Nein? Wir auch nicht!

Das nachfolgende Foto zeigt es deutlich: In das Dach wurden Lichtplatten eingebaut. Diese haben sich mit den Jahren farblich an die Dachoberfläche angepasst und können beim Betreten ein erhebliches Unfallrisiko verursachen. Daher ist zu großer Vorsicht angeraten bei Renovierungsarbeiten oder dem Betreten von Dächern mit Faserzementplatten. Nutzen Sie unbedingt lastverteilende Beläge!

Gleiche Perspektive wie obiges Foto - von unten (C)BRodens


Herzlichen Dank an Benedikt Rodens für die freundliche Erlaubnis die Fotos zu nutzen!
Kommentar veröffentlichen