Donnerstag, 8. November 2012

Wird nun gestänkert?


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Aus aktuellem Anlass berichten wir heute über möglicherweise stinkige Angelegenheiten. Aber lesen Sie selbst.

Jeder kennt den Geruch von Gülle, die die Bauern jedes Jahr zahlreich über Ihre Felder gießen. Der Geruch von Gülle wird meist als unangenehm und störend empfunden. Dies soll jedoch in der Region Holdorf bald ein Ende haben.

Die tschechische Investoren-Firma Manetech hat ein Verfahren entwickelt, mit welcher der Güllegeruch neutralisiert werden soll. Dieser Vorgang soll mit Hilfe einer Gülleverwertungsanlage durchgeführt und durch den deutschen Vertreter Josef Friedrich in Holdorf realisiert werden.


Der Gülleverwertungsanlage werden als Stoffe Stroh und Schweinegülle zugefügt, welche dann miteinander vermengt werden. Zusätzlich werden diesem Gemisch Stärkemoleküle beigegeben, die vorher aus Kartoffeln gewonnen wurden. Anschließend wird diese Mischung gehäckselt und kann nun als Dünger verwendet werden-und das Ganze ohne unangenehmen Geruch.

Der Bürgermeister von Holdorf-Dr. Wolfgang Krug-hat dieses Verfahren bereits mit anderen Interessenten begutachtet. „Nach dem Verfahren riecht die Gülle nach frischer Erde“ (Quelle OV) lautete sein Fazit. 

In Holdorf an der Ecke Grenzweg/Harpendorferweg im Industriegebiet soll auf der ca. 3,2 Hektar großen Fläche so eine Gülleverwertungsanlage errichtet werden. Diesem Vorhaben steht jedoch noch ein momentanes Problem entgegen. Die Gemeinde hat beim Land beantragt, dass das Grundstück aus dem Raumordnungsprogramm heraus genommen werden soll. Bevor der Bau beginnen kann, muss das Land somit den Bauarbeiten grünes Licht geben. 

Die Gülleverwertungsanlage ruft unterschiedliche Meinungen hervor. Es könnten neue Arbeitsplätze in der Region geschaffen werden. Das Substrat wird einerseits als bodenfreundlich angesehen und soll daher auf Golfplätzen und Trinkwasserschutzzonen angewendet werden. Die Meinungen differieren jedoch, da aus anderer Sicht befürchtet wird, dass das fremde Gemisch sich auch bodenschädlich auswirken kann.

Der Ausgang dieses Themas bleibt spannend, da es in Deutschland noch relativ unerforscht ist und hier noch recht wenige Erfahrungen gesammelt wurden.

(L.K./S.M.)